Urlaub in Bolivien Drucken

 

Wollten Sie schon immer mal Urlaub in Bolivien machen?

Von der Höhe in La Paz bis zum Dschungel in Rurrenabaque, von den Ausgrabungen bis hin zum Salzsee von Uyuni, vom Titikakasee bis dort wo Che Guevara starb, können Sie alles bereisen, und Sie werden eine neue Sicht auf die Welt erleben. Das Land mit dem höchsten indigenen Bevölkerungsanteil Lateinamerikas lädt Sie ein, machen Sie Urlaub dort, erfahrene Tourguides freuen sich, Ihnen alles zu zeigen und Sie überall hinzubringen. Gehen Sie Mountainbiking auf der ruta de la muerte, besteigen Sie den Illimani, fliegen Sie mal rüber zu den Linien von Nasca oder streicheln Sie Krokodile im Dschungel.

Bolivien ist immer eine Reise wert! Denken Sie aber auch daran, dass Land und Leute nicht direkt mit Europa zu vergleichen sind und informieren Sie sich vor Reiseantritt genau. Die richtigen Informationen zur Reisevorbereitung für Ihren Bolivienurlaub finden Sie hier.

 

La Paz

Der Regierungssitz von Bolivien ist in La Paz. Die Hauptstadt des Landes ist jedoch Sucre. La Paz hält einige Rekorde aufgrund seiner exponierten, bzw. hohen Lage in den Anden. Im Vorort el alto, was "die Höhe" heißt, liegt der internationale Kennedy - Flughafen, der höchste internationale Zivilflughafen der Welt. Fährt man von dort hinunter in die eigentliche Stadt erkennt man schnell den nächsten Weltrekord: größter Höhenunterschied innerhalb einer Großstadt. Auch der höchste indigene Bevölkerungsanteil wird oft als Weltrekord angeführt, genauso wie die höchstgelegene Brauerei und der Fußballplatz. Darüber läßt sich jedoch vortrefflich streiten. (Auch eine Beschäftigung im Urlaub). Eines ist jedoch sicher, die Stadt hat einen ganz besonderen Reiz, überall wusselt es und, wenn man sich aklimatisiert hat, kann man einmalige Einkaufserlebnisse auf den Straßenmärkten für sich verbuchen. Oftmals geht es unerwartet hektisch zu in der "Stadt des Friedens". Unweit des Touristenviertels liegt der Prado, so etwas wie die Lebensader der Stadt und eine der größten Straßen in La Paz. Touristen sollten unbedingt einmal den Plaza Murillo, die Kirche San Francisco und das angeschlossene Museum besuchen. Auf dem großen Platz im Stadtzentrum pulsiert das Leben und man gewinnt einen guten Eindruck von der Lebensweise in der Megametropole. Kleinbusse kommen und gehen, auf der Beifahrerseite schreit jemand kontinuierlich die Haltestellen und das Fahrtziel den Passanten entgegen, die dann auch bei jeder Gelegenheit ein- und aussteigen können, Schuhputzer ringen um Aufträge, Schulgruppen besuchen die Kirche und Händler bieten alles feil von Blumen, Kräutern, Kokablättern über Zeitschriften, Lebensmittel, Ansichtskarten und kühlen Getränken bis hin zu Lamaföten zur Beruhigung der Naturgöttin Pachamama.
Viele Bolivien - Reisende erfreuen sich am Getümmel in der großen Andenmetropole und nutzen die Gelegenheit zum Aklimatisieren, bevor sie sich auf den Weg in andere Landesteile machen oder einen der nahegelegenen Sechstausender besteigen.

 

 

Lago Titicaca

Der lago titicaca, wie der Titikakasee im Land genannt wird, unterteilt sich in den großen und kleinen See und ist einer der schönsten Plätze in Bolivien. Er ist der größte See Lateinamerikas, mit einer Fläche von rund 8.500 km2 , und, mit 3810 Meter über NN., der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Den größeren Flächenanteil des Sees besitzt Peru, nur etwa 30% gehören Bolivien, das hier auch Kriegsschiffe stationiert hat. Der See verfügt jedoch nicht über eine Verbindung zum Meer, auch wenn es sich fast wie Urlaub am Ozean anfühlt.

Die bekannteste bolivianische Stadt am Titikakasee ist Chopacabana mit ca. 20.000 Einwohnern. Die Zeiten, wo seine Einwohner ausschließlich vom Fischfang oder Handel lebten, sind längst vorbei. Heute werden Ton- und Töpferwaren an Touristen verkauft oder das Geld im Fremdenverkehr verdient. Was jedoch geblieben ist, ist der Fischreichtum des Sees und die Caballitos de Totora, die Fischerboot. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Fischarten, wie Boga, Ispi oder Carachi.

Der Titikakasee ist berühmt für seine schwimmenden Inseln und Touristen kommen nicht umhin, wenigsten eine zu besichtigen, meistens die Sonneninsel, die isla de la sol. Dort soll der Legende nach die Wiege der Inka gestanden haben, die den Wassern des heiligen Sees entstiegen seien sollen. Demnach lebten die Ersten Göttersöhne Mama Occlo und Manco Kapac auf der Insel, was diese zu einem der heiligsten Orte des Inka machte. Uraluber fahren heute mit den berühmten Binsenbooten an eine Seite der Insel und wandern dann über deren Rücken. Der mehrstündige Ausflug führt vorbei an den Schafherden der Einheimischen und deren Anbauterrassen. Viele Ausflügler besuchen das Dorf Yumani, weil dort die alte Inkatreppe zu besichtigen ist und man mit der Inkaquelle historisch am Ursprung einer Hochkultur verweilt. Die Ruhe und Abgeschiedenheit der Insel laden auf jeden Fall zum Träumen ein. Noch abgeschiedener liegt die isla de la luna, die der Sonneninsel vorgelagert ist, weil sich nicht allzuviele Touristen auf ihrer Reise nach Titikaka dorthin verlaufen.

 

Tiwanaku


Am südlichen Ufer des Titikakasees in Bolivien lag einmal die Hauptstadt einer mächtigen Kultur, deren Einfluss in der Zeitspanne von 1500 v. Chr. bis etwa 1200 n. Chr. von der Pazifikküste Chiles über die Kordilleren nach Cochabamba und sogar ins heutige Argentinien reichte. Diese Hauptstadt war Tiahuanaco. Heute ist es die bedeutendste archäologische Stätte in Bolivien, UNESCO Weltkulturerbe, und das, obwohl erst etwa 1% der Stadt ausgegraben ist. In Aymara, damals Stammessprache, heute noch eine der bolivianischen Landessprachen, bedeutet TiwanakuSetz Dich kleines Lama“. Auch für Urlauber ein guter Tipp, um alles entsprechend auf sich wirken zu lassen.

Heute erreicht der Reisende die Touristenattraktion von La Paz aus in etwa 2 Stunden. Durch die Verdunstung des Sees liegt die ehemalige Hafenstadt etwa 20 Kilometer vom Seeufer entfernt. Wenn auch noch vieles was mit Tiwanaku in Verbindung steht im Dunklen liegt, so kann man doch sagen, dass es weltlich und religiöses Zentrum seiner Hochkultur war, dass durch zahlreiche größere Bauten, die nach astronomischen Erkenntnissen ausgerichtet waren, einen Herrschaftsanspruch signalisierte. Touristen besuchen heute meist das Sonnentor, das aus einem einzigen Block Andesit besteht, der aus einem 300 km entfernt gelegenen Steinbruch stammen soll. Hier werden Gottheiten dargestellt, die eine hohe Ähnlichkeit mit Motiven aus Chavín de Huántar aufweisen.

Die heutigen Touristen stehen mit Francisco Pizarro, dem ehemaligen Bauernjungen und späteren Eroberer des Inkareiches, in einer Reihe, der schon 1532 die in der Nähe von Tiwanaku gelegene Ruinenanlage Puma Punku besichtigte und Urlaub vom Unterdrücken machte. Die Monolithen gehören zu einem unvollendeten Bauwerk der Aymara Indianer, die das Gebiet jedoch schon vor den Inkas wieder verlassen hatten. Die Spanier, die ja bekanntlich nicht besonders wohlwollend mit dem Erbe Südamerikas umgegangen sind, nutzten fortan die Ruinen von Tiwanaku als Steinbruch für eigene Bauten und plünderten die Ruinen so weit wie möglich aus.


Yungas

Fährt man von La Paz über den Sattel von la cumbre fühlt man sich erst wie auf einem Alpenpass. Eine für das Land sehr gut ausgebaute Straße führt von über 4500 Meter Höhe hinunter in Richtung Yungas. Das sind eigentlich Nebelwälder an den Hängen der Kordilleren, die das Altiplano in Bolivien abgrenzen vom Tiefland des Amazonas. Man fährt in etwa zwei Stunden durch mehrere Vegetationszonen und erreicht dann Coroico, das auf etwa 1.700 Meter liegt und so etwas wie eine Touristenhochburg in den Yungas ist. Hier enden auch die Mountainbiketouren über die berühmte ruta de la muerte, die gefährlichste Straße der Welt, ein Urlaub Erlebnis mit Adrenalingarantie. Coroico liegt an einem Berghang und erstreckt sich über einige hundert Höhenmeter. Es gibt alles, was das Touristenherz erfreut, Ausflüge werden von hier organisiert oder der Gast kann in einem der gemütlichen Hotels mit Pool ausspannen. Einmal in der Woche geht eine Tour nach Rurrenabaque ins Amazonasgebiet.

Auf der gefährlichsten Straße der Welt