Urlaub in Chile Drucken

Chile unterteilt sich in 12 durchnummerierte Gebiete und die Region Metropolitana um die Hauptstadt Santiago de Chile. Unter Chileurlaubern und Reisenden ist jedoch die folgende  Einteilung besser bekannt: In „Großer Norden“, die großen Wüstengebiet mit Altiplano und Atacama, den „Kleinen Norden“, die Gebiete mit den Halbwüsten von Los Vilos bis ungefähr zum Rio Copiagó, Zentralchile oder die Metropolitana, rund um Santiago de Chile, der „Kleine Süden“ die Region mit den Seen und Regenwäldern um Puerto Montt und die Inselgruppe Chiloé, sowie letztendlich der „Große Süden“, der sich von etwa Puerto Aisen bis nach Feuerland erstreckt!

Durch die lange Ausdehnung von 4.300 Kilometern Länge erlebt man innerhalb des Landes so viele unterschiedliche Zonen, dass man mit einem Urlaub nicht alles abdecken kann. Hier nun einige Reisetipps zu den einzelnen Regionen in Chile:

Nach Umfragen unter Chileurlaubern ist das beliebteste Reisegebiet im Land der Norden, oftmals hört man San Pedro de Atacama, ein Touristenort, bzw. eine Oase, die sich als Zentrum für Aktivitäten in und um die große Wüste etabliert hat.

Die Landschaft ist außergewöhnlich,  - würde in jeden Alienfilm passen  - und atemberaubend. Es gibt einiges zu tun, vom Dümpeln, Totes-Meer-Feeling in den Salzlagunen, einem Besuch bei den Geysiren von El Tatio, per Pferd durch die Landschaft oder zu Fuß auf die Dünen. Wer etwas weg will von den touristischen Pfaden und die Außergewöhnlichkeit dieser Gegend in Ruhe genießen will, macht sich auf den Weg nach Pica. Allein die Fahrt durch die Wüste und seine atemberaubende Schönheit sind schon ein Abenteuer. Nach 2 – 3 Stunden kommt man in der Oase an und erlebt eine unbeschreibliche Atmosphäre, die einen direkt fesselt und auch so schnell nicht wieder loslässt. Warm baden, Wüste, ausspannen und die Welt ist in Ordnung!

 

Doch vom Träumer in der Wüste bis zum Forscher mit wahrem Weitblick ist es in dieser Region der Welt nur ein kurzes Stück. Denn hier in Nordchile betreibt die ESO (European Southern Observatory), mit Hauptsitz in Garching bei München, einige der weltgrößten und fortschrittlichsten Sternwarten für die astronomische Forschung. Die ESO ist die ehemalige zwischenstaatliche Astronomiegesellschaft Europas und die bei Weitem produktivste astronomische Forschungsgesellschaft der Welt. Neben einer Einrichtung in Santiago betreibt die ESO drei einzigartige Beobachtungszentren in Chile. In La Silla betreibt die Gesellschaft mehrere optische Teleskope mittlerer Größe, einschließlich dem erfolgreichsten Niedrig-Masse Exoplaneten-Jäger. Das VLT (very large telescope), die modernste astronomische Sternwarte für sichtbares Licht befindet sich auf dem 2600 Meter hohen Berg von Paranal, ebenso wie das VLT Interferometer und die zwei Beobachtungsteleskope VST und VISTA. Hier können Interessierte auch eine Führung mitmachen. Etwas Zeit muss man jedoch mitbringen, denn wie im Hauptquartier in Bayern, gehen auch hier vor Ort die Uhren etwas anders. Eine Anmeldung im Voraus sollte man ebenfalls vornehmen.
Die Anlage, die am nächsten an San Pedro de Atacama liegt, befindet sich auf dem 5000 Meter hohen Llano de Chajnantor. Hier wird neben dem APEX (Atacama Pathfinder Experiment Telescope), ein Teleskop im Submillimeterbereich, auch eine gigantische 12 Meter Schüssel betrieben, die aus der Zusammenarbeit zwischen Nordamerika, Ostasien und Chile entstand und sich ALMA (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array) nennt.

Die ESO plant übrigens aktuell das “größte Auge, das ins Weltall schaut”, ein 42 Meter-Teleskope, das E-ELT, European Extremely Large optical/near-infrared Telescope und möchte damit den Vorsprung ausbauen und neue Erkenntnisse für die europäische Industrie schaffen.